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„Was kostet ein AGV?“ ist eine der häufigsten Fragen, bevor Produktions- und Logistikleiter ein fahrerloses Transportsystem (FTS) ernsthaft planen. Die kurze, ehrliche Antwort: Ein einzelnes AGV liegt branchenüblich oft zwischen 50.000 und 250.000 Euro, ein komplettes System mit mehreren Fahrzeugen, Leitsteuerung und Integration häufig zwischen 300.000 und 2.000.000 Euro. Das sind Branchenrichtwerte laut AGVHub – keine Listenpreise und keine Emm!-Angebote. Wichtig vorab: Der Fahrzeugpreis allein sagt wenig. Entscheidend sind die Randbedingungen Ihres Einsatzes – Last, Layout, Takt, Boden, Übergaben, Sicherheit, IT-Anbindung und geplante Nutzungsdauer. Erst sie bestimmen, welches Fahrzeug und welches System zu Ihnen passen und was es realistisch kostet.
Diesen Beitrag verstehen wir bewusst als Ergänzung zu unserem Überblick über FTS-Preise, Kostenfaktoren und Wirtschaftlichkeit: Dort erklären wir, woraus sich Kosten zusammensetzen, ohne Euro-Spannen zu listen. Hier beantworten wir die Suchfrage „was kostet ein AGV“ mit belegten Richtwerten und einer Gliederung nach Typ, Traglast und Software – und sagen klar, wo Emm! keine öffentlichen Listenpreise veröffentlicht.
Laut AGVHub bewegen sich typische Fahrzeugpreise und Systembudgets in diesen Größenordnungen:
Diese Spannen sind Richtwerte aus dem AGVHub-Kostenüberblick und ersetzen keine projektspezifische Kalkulation. Ein einfaches Unterfahrfahrzeug für leichte Lasten liegt am unteren Ende; Schwerlast- oder Spezialfahrzeuge sowie umfangreiche IT-Anbindung treiben das Budget nach oben. Wo Ihr Projekt landet, entscheiden die Randbedingungen – nicht der Wunsch nach dem niedrigsten Stückpreis.
Low Cost ist nicht automatisch die beste Lösung. Die günstigste Variante wird oft dann teuer, wenn das Fahrzeug unterdimensioniert ist, Sicherheitstechnik oder Integration fehlen oder der Fahrzeugtyp nicht zum Prozess passt. Die Folgen sind Nachrüstungen, Umbauten, Ausfälle und Projektverzögerungen – Kosten, die in keinem Einstiegspreis stehen. Emm! Solutions GmbH verkauft keine öffentlichen Listenpreise: Maßgeschneiderte Systeme werden über den Konfigurator und ein Erstgespräch eingegrenzt.
Der Fahrzeugtyp ist der größte Hebel auf der Hardware-Seite. AGVHub nennt folgende typische Preisbereiche – jeweils als Branchenrichtwert, nicht als Emm!-Preis:
| Fahrzeugtyp | Richtwert (AGVHub) |
|---|---|
| Unterfahrt-AGV (einfach) | 30.000–80.000 € |
| Unterfahrt-AGV (Hochhub) | 60.000–120.000 € |
| Schlepper / Routenzug | 50.000–100.000 € |
| Gabelstapler-AGV | 100.000–200.000 € |
| Schwerlaststapler-AGV | 150.000–300.000 € |
| Spezialfahrzeuge | ab ca. 200.000 € |
Für die Praxis heißt das: Wer vor allem Wagen, Gestelle oder Paletten unterfahren und verschieben will, plant oft mit Unterfahrt-AGVs. Wer aktiv heben, stapeln oder in Regale einlagern muss, landet eher bei Gabelstapler- oder Schwerlaststapler-AGVs – und damit in einer höheren Preisklasse. Sonderaufgaben (besondere Aufbauten, extreme Umgebungen, enge Takte) verschieben das Budget Richtung Spezialfahrzeuge.
Die Preisunterschiede in der Tabelle erklären sich also aus Einsatzprofil und Randbedingungen – nicht nach dem Muster „teurer = besser“ oder „billig = klug“. Ein Unterfahrt-AGV ist nicht die „Sparversion“ eines Staplers, sondern die passende Lösung für eine andere Aufgabe. Die richtige Frage lautet daher nicht „Welches AGV ist am günstigsten?“, sondern „Welches Fahrzeug erfüllt meine Anforderungen zuverlässig über die gesamte Nutzungsdauer?“
Bei Emm! decken drei Produktlinien typische Einsatzfälle ab: EDDY als Unterfahrfahrzeug von 100 kg bis 7 t, IGOR als fahrerloser Stapler und TONI für Sonderfahrzeuge. Welche Linie passt, hängt von Last, Layout und Prozess ab – nicht von einem Katalogpreis.
Vergleichen Sie Angebote daher immer auf gleicher Basis: Enthält der genannte Fahrzeugpreis bereits Sicherheitssensorik, Batteriekonzept und Inbetriebnahme – oder nur die Grundmaschine? Werden Navigation und Leitstand separat berechnet? Gerade bei Stapler-AGVs und Spezialfahrzeugen steckt ein großer Teil der Kosten in Aufbauten, Hubwerken und Absicherung, die in einer „ab … Euro“-Angabe oft fehlen.
Traglast ist kein reines „mehr Kilo = mehr Euro“, aber sie treibt Chassis, Antrieb, Batterie, Sicherheitstechnik und Aufbauten. Leichte Unterfahrzeuge für Kleinteile oder KLT liegen in den unteren AGVHub-Spannen. Sobald Lasten im Tonnenbereich und hohe Anforderungen an Stabilität und Sicherheit dazukommen, rücken Sie in Richtung Schwerlast- und Speziallösungen.
Zwei Referenzprojekte zeigen, wie unterschiedlich Traglast und Flottengröße in der Praxis aussehen können – ohne dass daraus Listenpreise abgeleitet werden:
Wenn Ihre Lasten dauerhaft im Schwerlastbereich liegen, lohnt der Blick auf EDDY bis 7 t und auf die Frage, ob Unterfahren überhaupt der richtige Ansatz ist oder ob ein fahrerloser Stapler mehr Prozessfreiheit bringt. Entscheidend ist nicht nur das Maximalgewicht, sondern auch Lastschwerpunkt, Bodenbeschaffenheit, Übergaben und Takt – alles Faktoren, die in einer seriösen Kostenschätzung früher erscheinen als der reine Fahrzeuglistenpreis.
Faustregel für die Budgetplanung: Definieren Sie zuerst die nötige Nutzlast inklusive Aufnahmen, dann den Fahrzeugtyp. Wer zu knapp spezifiziert, spart auf dem Papier und zahlt später in Umbauten. Wer pauschal „Schwerlast“ fordert, obwohl 500 kg reichen, landet unnötig in höheren AGVHub-Spannen. Die Referenzen zeigen die Bandbreite: von Flotten mit vielen leichteren Unterfahrzeugen bis zu wenigen Fahrzeugen mit hohen Traglasten in der Fließfertigung.
Viele Ausschreibungen unterschätzen den Softwareanteil. Laut AGVHub liegen typische Richtwerte hier:
Dazu kommt oft Projektmanagement in der Größenordnung von 10–20 % der Gesamtkosten (ebenfalls AGVHub-Richtwert). Der Hebel liegt selten nur in der Lizenz, sondern in der Anbindung an Ihre bestehende IT-Landschaft, in Sicherheitspfaden und in der Inbetriebnahme.
Ein Kosten- und Strategiehebel ist die Interoperabilität: Mit einer herstellerübergreifenden Schnittstelle nach VDA 5050 reduzieren Sie das Risiko eines Vendor-Lock-ins. Emm! setzt auf eigene VDA-5050-Steuerungssoftware. Für Betreiber bedeutet das: Flotten und Leitstände lassen sich offener planen, Erweiterungen späterer Fahrzeuge anderer Hersteller werden prinzipiell leichter – und das schlägt sich langfristig in den Gesamtbetriebskosten nieder, auch wenn es den Einstiegspreis nicht immer senkt.
Planen Sie Software deshalb als eigenen Kostenblock im Lastenheft: Welche Systeme müssen angebunden werden? Wie viele Aufträge pro Stunde? Brauchen Sie eine Basis-Leitsteuerung oder Enterprise-Funktionen wie Multi-Flotten-Koordination, Prioritäten und detailliertes Reporting? Die AGVHub-Spannen von 20.000–50.000 € (Basis) bzw. 50.000–200.000 € (Enterprise) helfen bei der Einordnung; die tatsächliche Zahl folgt aus Schnittstellenumfang und Testaufwand.
Neben Fahrzeug und Software fallen Infrastruktur und Betrieb an. AGVHub nennt unter anderem:
Häufig unterschätzt werden Bodensanierung, WLAN-Ausbau, Anpassungen an Übergabestationen sowie Schulung und Change-Management. Genau diese Posten erklären, warum ein „günstiges“ Einzel-AGV im Gesamtpaket teurer wird als gedacht – und warum der Vergleich über die Total Cost of Ownership (TCO) über mehrere Jahre sinnvoller ist als der reine Stückpreis.
Rechnen Sie die laufenden Kosten über fünf Jahre mit: Bei 3–8 % Wartung bezogen auf die Fahrzeugkosten plus Energie, Softwarepflege und gelegentliche Ersatzteile entsteht ein dauerhafter Posten, der im Business Case neben der Investition stehen muss. AGVHub nennt außerdem Ersatzteile mit etwa 1–3 % der Fahrzeugkosten und Softwarepflege mit 10–20 % der Lizenzkosten pro Jahr – wiederum als Richtwerte. Ob Kauf, Leasing oder Robot-as-a-Service besser passt, hängt von Liquidität und geplanter Nutzungsdauer ab; der TCO-Vergleich bleibt in allen Fällen der bessere Maßstab als der Einstiegspreis allein.
AGVHub illustriert ein Mittelstandsbeispiel mit drei Unterfahrt-AGVs, Lasernavigation und WMS-Anbindung in der Größenordnung von rund 405.000 € Gesamtkosten (Fahrzeuge, Reflektoren, Ladestationen, Leitsteuerung, Integration, Projektmanagement). Ob Ihr Projekt darunter oder deutlich darüber liegt, hängt von Flottengröße, Navigation, Traglast und IT-Tiefe ab.
Zur Amortisation: AGVHub nennt typische Zeiträume von 2–4 Jahren. In unserem Beitrag zu FTS-Kostenfaktoren und Wirtschaftlichkeit sprechen wir praxisnah oft von 3–5 Jahren – je nach Schichtmodell, Personalkosten und Auslastung. Beide Angaben sind Orientierung, keine Garantie. Einsparungen kommen vor allem aus Personal, geringeren Schäden, höherer Verfügbarkeit (auch 24/7) und stabileren Prozessen.
Zwei-Schicht-Betrieb mit Engpass an Transportkapazität amortisiert sich oft schneller als ein Ein-Schicht-Szenario mit geringer Auslastung. Deshalb gehört zur Preisfrage immer die Nutzungsfrage: Welche Fahrten entfallen wirklich auf manuelle Stapler oder Routenzüge – und wie zuverlässig sind Ihre Mengengerüste?
Wenn Sie grob durchrechnen wollen, nutzen Sie unseren FTS-ROI-Rechner. Für die Finanzierung können Förderkredite und Zuschüsse die Liquidität entlasten – einen Überblick gibt der Beitrag zur FTS-Förderung 2026. Wichtig: Förderanträge müssen in der Regel vor verbindlicher Bestellung gestellt werden.
Emm! baut maßgeschneiderte FTS. Deshalb veröffentlichen wir keine Katalogpreise für EDDY, IGOR oder TONI. Was den Aufwand und damit den Angebotsrahmen steuert, sind unter anderem:
Branchenrichtwerte wie die von AGVHub helfen bei der Budgetplanung und dem internen Business Case. Die belastbare Zahl für Ihr Werk entsteht erst im Dialog: mit Lastenheft, Layout und klaren Prozesszielen. Mehr zur Methodik hinter Kostenfaktoren lesen Sie im bestehenden Artikel zu Preisen, Kostenfaktoren und Wirtschaftlichkeit.
Was kostet ein AGV? Branchenüblich oft 50.000–250.000 € pro Fahrzeug und 300.000–2.000.000 € für ein Gesamtsystem – laut AGVHub als Richtwert. Der Fahrzeugpreis allein ist aber wenig aussagekräftig: Entscheidend sind die Randbedingungen – Last, Layout, Takt, Boden, Übergaben, Sicherheit, IT-Anbindung und Nutzungsdauer. Die günstigste Variante ist dabei oft nicht die beste, denn Unterdimensionierung oder fehlende Integration erzeugen Folgekosten und Verzögerungen; laufende Kosten und Integration entscheiden über die TCO. Emm! nennt keine öffentlichen Listenpreise, sondern konfiguriert Systeme passend zu Ihrem Prozess.
Nächster Schritt: Skizzieren Sie Ihr Fahrzeug und den Einsatz im Emm!-Konfigurator oder vereinbaren Sie ein Erstgespräch / Termin. So erhalten Sie eine fundierte Orientierung statt einer Katalogzahl – und können Budget, ROI und Förderung auf einer gemeinsamen Grundlage planen.