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Die Suche nach dem passenden FTS-Hersteller scheitert selten am fehlenden Angebot – sondern daran, dass Angebote nicht vergleichbar sind. Ein Datenblatt betont Traglast, ein anderes Software, ein drittes „schnelle Installation“. Für Produktions- und Logistikleiter heißt das: Zuerst Kriterien festlegen, dann Anbieter bewerten – nicht umgekehrt.
Dieser Beitrag gibt Ihnen eine Checkliste für Auswahl und Angebotsvergleich. Einen Überblick über Systeme und Fahrzeugklassen finden Sie unter fahrerlose Transportsysteme. Budget und Kostenfaktoren ordnet Was kostet ein AGV 2026? ein; eine erste Amortisationsskizze liefert der FTS-ROI-Rechner.
Unter „Hersteller“ fallen je nach Marktauftritt Unternehmen, die Fahrzeuge selbst entwickeln und bauen, Systemintegratoren mit Partnerfahrzeugen oder Mischformen. Für Sie zählt, wer Verantwortung für Fahrzeug, Sicherheit, Software und Inbetriebnahme übernimmt – und wie nachvollziehbar Schnittstellen und Service geregelt sind.
Emm! Solutions GmbH mit Sitz in Weil der Stadt entwickelt und fertigt maßgeschneiderte FTS im Baukasten: EDDY (Unterfahrfahrzeug, realisierte Traglasten von 100 kg bis 7 t), IGOR (fahrerloser Stapler) und TONI (Sonder-FTS). Navigation erfolgt standardmäßig per freier Lasernavigation (SLAM); die Leitsteuerung unterstützt unter anderem VDA 5050 und API-Anbindung an MES/ERP.
Ohne diese Angaben sind Herstellervergleiche Scheinvergleiche. Sonderaufbauten und enge Lastschwerpunkte ändern Auslegung und Aufwand spürbar.
Fragen Sie, welche Umbauten am Hallenboden oder an der Infrastruktur nötig wären – und welche nicht.
Freie Lasernavigation reduziert typischerweise bauliche Eingriffe; ob sie zu Ihrem Umfeld passt, zeigt die Projektklärung vor Ort.
Sicherheit ist kein Add-on. Lassen Sie sich das Konzept erklären – nicht nur bestätigen.
Klären Sie, ob Software, Lizenzen und Integration im Angebot enthalten oder separat ausgewiesen sind.
Der Betrieb über Jahre entscheidet mit über die Wirtschaftlichkeit – nicht nur die Inbetriebnahme.
Öffentliche Listenpreise ersetzen keine projektspezifische Kalkulation. Orientierung zu Kostenfaktoren: Was kostet ein AGV 2026?. Für eine grobe Amortisationsskizze: FTS-ROI-Rechner.
Ein Herstellervergleich ohne Ranking-Tabelle: Bewerten Sie Erfüllung je Kriterium (erfüllt / teilweise / unklar) und dokumentieren Sie offene Punkte. Das reicht für die interne Entscheidungsvorlage und vermeidet Scheingenauigkeit.
Maßgeschneiderte FTS passen Fahrzeugmaße, Lastaufnahme und Schnittstellen an Ihren Materialfluss an – statt Prozesse an ein Standardfahrzeug zu biegen. Bei Emm! gehören dazu unter anderem Baukasten-Aufbauten, freie Lasernavigation, induktives Laden im Prozess (soweit projektspezifisch vorgesehen) und die hauseigene Leitsteuerung. Referenzbeispiele mit belegtem Einsatz: ebm-papst mit rund 30 EDDY-Fahrzeugen; Hexagon Manufacturing Intelligence mit Messmaschinen-Transporten bis 7 t auf Emm!-Fahrzeugen.
Mehr zu den Systemen: Fahrerlose Transportsysteme.
Nutzen Sie die Fehlerliste als Gegenprobe zu Ihrer Kriterien-Checkliste: Jeder Punkt sollte im Angebotsvergleich eine klare Antwort haben – erfüllt, teilweise oder bewusst zurückgestellt.
An der Fähigkeit, Ihre Transportaufgabe, Umgebung und IT konkret zu spezifizieren – und Verantwortung für Fahrzeug, Sicherheit, Software und Inbetriebnahme nachvollziehbar zu übernehmen. Datenblätter allein reichen nicht.
Das hängt von Lastaufnahme, Layout und Prozess ab. Standardlösungen können bei klaren Palettenprozessen passen; Sondermaße, schwere oder empfindliche Lasten und enge Integration sprechen oft für Anpassung im Baukasten.
Lastenheft-Antwort, Sicherheits- und Navigationskonzept, Schnittstellenbeschreibung, Leistungsumfang (was ist im Preis), Servicekonzept und – soweit möglich – vergleichbare Referenzen. Unklare Positionen schriftlich nachziehen.
Vergleichen Sie den Leistungsumfang und die Randbedingungen, nicht nur die Einstiegssumme. Kostenfaktoren und Branchenorientierung: Was kostet ein AGV 2026?. Emm! nennt keine öffentlichen Listenpreise.
Sobald Lasten, Wege und IT grob skizzierbar sind. Parallel können Sie die Wirtschaftlichkeit im FTS-ROI-Rechner eingrenzen.
Einen FTS-Hersteller wählen Sie über Kriterien, nicht über Labels. Wer Aufgabe, Navigation, Sicherheit, Software, Service und TCO vor dem Angebotsvergleich fixiert, spart Nachverhandlungen und Fehlkäufe. Der FTS-Ratgeber ordnet Systeme ein; Preis-Blog und ROI-Rechner stützen die Wirtschaftlichkeitsseite.
Nächster Schritt: Nutzen Sie die Checkliste als Lastenheft-Gerüst, skizzieren Sie den Business Case im FTS-ROI-Rechner und klären Sie offene Punkte in einem Erstgespräch – unverbindlich und entlang Ihres Prozesses.