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In Ausschreibungen, Lastenheften und Meeting-Notizen stehen oft nebeneinander: FTS, AGV, manchmal AMR. Gemeint ist meist dasselbe – ein fahrerloses Fahrzeug für den Materialtransport – und doch entstehen Missverständnisse, wenn Teams unterschiedliche Begriffe verwenden. Für Entscheider in Produktion und Logistik zählt weniger der Wortlaut als die Frage: Welche Eigenschaften braucht Ihr Prozess, und woran erkennen Sie, ob ein Angebot dazu passt?
Dieser Beitrag ordnet die Begriffe ein und übersetzt sie in Entscheidungsfragen. Einen Überblick über Systeme, Fahrzeugklassen und Technologie finden Sie im Ratgeber zu fahrerlosen Transportsystemen. Was Investitionen und Budgetrahmen angeht, hilft der Überblick Was kostet ein AGV 2026?; die grobe Amortisation können Sie im FTS-ROI-Rechner skizzieren.
FTS steht für fahrerloses Transportsystem – der im deutschsprachigen Industrieumfeld übliche Oberbegriff für selbstfahrende Fahrzeuge und die dazugehörige Leittechnik, die Material ohne Fahrer bewegen.
AGV steht für Automated Guided Vehicle – die englische Bezeichnung für fahrerlose Transportfahrzeuge. In der Praxis werden FTS und AGV oft synonym verwendet. Wer „AGV“ googelt oder international ausschreibt, meint in der Regel dasselbe Themenfeld wie bei „FTS“.
Für die Kaufentscheidung ist die Synonymie wichtig: Ein Angebot mit „AGV“ ist nicht automatisch etwas anderes als ein „FTS“-Angebot. Entscheidend sind Fahrzeugkonzept, Navigation, Sicherheit, Software und Integration – nicht das Label auf dem Datenblatt.
Neben FTS und AGV taucht häufig AMR (Autonomous Mobile Robot) auf. Marketing und Fachpresse nutzen die Begriffe nicht immer einheitlich. Grob gesagt betonen viele AMR-Beschreibungen freiere Navigation und flexible Pfade, während „AGV“ historisch oft mit geführten Wegen (Markierungen, Induktionsschleifen, Reflektoren) verbunden wurde. Moderne Systeme – auch unter dem FTS-/AGV-Label – navigieren häufig frei, etwa per Lasernavigation auf einer virtuellen Karte.
Für Entscheider folgt daraus: Fragen Sie nicht nur „FTS oder AGV?“, sondern „Wie navigiert das Fahrzeug bei uns – und was bedeutet das für Umbau, Layoutänderungen und Mischbetrieb mit Personen?“ Emm!-Fahrzeuge navigieren standardmäßig per freier Lasernavigation (SLAM); Schienen, Reflektoren oder Bodenmarkierungen sind dafür nicht nötig. Andere Navigationsarten können projektspezifisch relevant sein – das gehört ins Lastenheft, nicht in die Begriffsdebatte.
Statt einer Wortklauberei hilft eine kurze Entscheidungsliste. Die Punkte unten gelten unabhängig davon, ob Ihr Einkauf „FTS“ oder „AGV“ schreibt.
Unterfahren, Schleppen, Stapeln oder Sonderhandling? Paletten, Gestelle, Wagen, Langgut oder Montagegut auf dem Fahrzeug? Die Aufgabe bestimmt den Typ – nicht der englische oder deutsche Name. Bei Emm! decken drei Linien typische Fälle ab: EDDY als Unterfahrfahrzeug (realisierte Traglasten von 100 kg bis 7 t), IGOR als fahrerloser Stapler und TONI für Sonderfahrzeuge aus dem Baukasten.
Brauchen Sie feste Wege oder häufige Layoutänderungen? Freie Navigation erleichtert Anpassungen in der Software; geführte Systeme können in sehr stabilen Layouts robust sein. Klären Sie Boden, Engstellen, Tore, Mischverkehr und ob Wege später wachsen sollen.
Fahrerlose Flurförderzeuge unterliegen Sicherheitsanforderungen; zentral ist unter anderem die DIN EN ISO 3691-4. Hersteller und Betreiber haben unterschiedliche Pflichten (Konformität bzw. Gefährdungsbeurteilung im Werk). Lassen Sie sich Absicherung, Schutzfelder und Personenumgang konkret erklären – unabhängig vom Kürzel FTS oder AGV.
Einzelnes Fahrzeug oder Flotte? Anbindung an WMS, MES oder ERP? Offene Schnittstellen (etwa VDA 5050) erleichtern später Erweiterungen und reduzieren Vendor-Lock-in. Emm! setzt auf eine eigene Leitsteuerung mit VDA-5050-Schnittstelle und API-Anbindung.
Der Stückpreis eines „AGV“ sagt wenig ohne Integration, Infrastruktur und Betrieb. Orientieren Sie sich an Total Cost of Ownership und an Ihrem Mengengerüst (Fahrten, Schichten, Engpässe). Richtwerte und Kostenfaktoren finden Sie unter Was kostet ein AGV 2026?; eine erste Amortisationsskizze liefert der FTS-ROI-Rechner.
Mehr zu Fahrzeugklassen und Funktionsweise steht im FTS-Ratgeber. Emm! Solutions in Weil der Stadt baut maßgeschneiderte Systeme (EDDY, IGOR, TONI) im Baukasten – angepasst an Lastaufnahme, Leitsteuerung und Schnittstellen.
FTS (fahrerloses Transportsystem) ist der gängige deutsche Oberbegriff; AGV (Automated Guided Vehicle) die englische Bezeichnung für fahrerlose Transportfahrzeuge. In der Praxis werden beide Begriffe meist synonym verwendet. Für die Auswahl zählen Fahrzeugkonzept, Navigation, Sicherheit und Integration – nicht das Label.
Nicht immer einheitlich definiert. AMR betont oft freiere Navigation; AGV wurde historisch stärker mit geführten Wegen verbunden. Moderne FTS-/AGV-Systeme können ebenfalls frei navigieren. Fragen Sie im Angebot nach der konkreten Navigationslösung.
Nutzen Sie den Begriff, den Ihr Team und Ihre Lieferanten verstehen – und spezifizieren Sie die Anforderungen technisch. Viele deutsche Ausschreibungen schreiben „FTS“, internationale Kontexte eher „AGV“. Entscheidend ist die klare Prozessbeschreibung.
Das hängt von Fahrzeugtyp, Traglast, Software und Integration ab. Emm! veröffentlicht keine öffentlichen Listenpreise. Branchenorientierung und Kostenfaktoren finden Sie im Beitrag Was kostet ein AGV 2026?.
Wenn Transporte wiederkehren, Personal oder Stapler/Kran zum Engpass werden und Lasten sowie Wege beschreibbar sind. Skizzieren Sie die Wirtschaftlichkeit im FTS-ROI-Rechner und klären Sie offene Punkte in einem Erstgespräch.
FTS und AGV bezeichnen in den meisten Projekten dasselbe Themenfeld. Entscheider gewinnen Zeit, wenn sie Begriffe übersetzen und stattdessen Aufgabe, Navigation, Sicherheit, Leitsteuerung und Wirtschaftlichkeit festzurren. Der Ratgeber zu fahrerlosen Transportsystemen ordnet die Systeme ein; Kosten und Amortisation klären Preis-Blog und ROI-Rechner.
Nächster Schritt: Prüfen Sie grob die Wirtschaftlichkeit im FTS-ROI-Rechner oder vereinbaren Sie ein Erstgespräch. So ersetzen Sie den Wortstreit durch eine belastbare Projektklärung.